Signale für den Alltag

Unter den Titeln von Positiver Psychologie und Alltagstraining habe ich darauf hingewiesen, dass man einem Hund beibringen kann, von sich aus erwünschte und der Situation angepasste Verhaltensweisen zu zeigen.

Es gibt dennoch Signale, die den Alltag erleichtern können. Hier möchte ich ein paar erwähnen.

Ankündigen, wenn der Hund an der Leine ist, oder nicht. An der Leine gehen ist für einen Hund nicht das leichteste. Zum einen wollen wir Menschen, dass der Hund nicht an der Leine zieht und uns einen Teil seiner Aufmerksamkeit schenkt - doch wir wollen auch, dass der Hund in seine Welt eintauchen kann, den Gerüchen, Geräuschen und den optischen Dingen sich widmen kann.

Das ist ganz schön herausfordernd. Man kann es dem Hund leichter machen wenn man ein Signal immer dann gibt wenn er kurz davor ist an die Leine zu kommen, so 2 Sekunden bevor die Leine an das Brustgeschirr oder Halsband kommt. Und, um die 2 Sekunden bevor der Hund abgeleint wird, ein anderes Signal geben. Das Signal sollte im Alltag möglichst nicht vorkommen, reserviert sein für genau diesen Einsatz.

Ankündigen wenn man stehen bleibt. Es gibt Situationen, da bleibt man plötzlich stehen. Es hilft dem Hund, wenn er einen Hinweis bekommt. So zB wenn man an der Strasse anhält, oder im Schaufenster was ansieht, oder bei einer Ausfahrt. Einfach 1-2 Sekunden vorher ein Signal geben. Wenn es weiter geht, lässt sich das Leinensignal von oben geben: kurz das Signal geben dass der Hund an der Leine ist und los geht's.

Es lässt sich auch prima nutzen um mit dem Hund die Impulskontrolle zu üben und tolles Verhalten zu verstärken.

Wenn man so dasteht und wartet, kann man Verhalten verstärken das sich zum Menschen hin richtet, zB ansehen oder hinlaufen, man kann Verhalten verstärken das den Hund beruhigt, zB wenn seine Körpersprache zeigt dass der Hund nicht nach vorne will, sondern neutral ist, man kann andere Signale einüben, zB wenn der Hund was tolles sieht und er die Hand des Menschen anstupsen soll.

Kündigt euch an, wenn ihr den Hund pflegt. Oder wenn ihr was machen wollt. Anstatt direkt in den Pelz zu gehen mit dem Striegel, oder in die Ohren rein zu schauen, oder Augentropfen in die Augen zu geben: Kündigt euch an. Überlegt euch ein Signal, zB 'Striega' für striegeln, oder 'Tropfen' für Augentropfen. Überlegt euch, ob ihr ein allgemeines Pflegesignal geben wollt, oder für jede Sache ein eigenes.

Verderbt den Namen des Hundes nicht. Oft wird den Tag durch der Name des Hundes gerufen, auch wenn der im Moment nicht direkt gemeint war: Guck wie lieb BELLO guckt; BELLO ist ein lieber Hund, .. Damit stumpft mit der Zeit der Name des Hundes ab. Wenn ihr dann euren Hund direkt meint, weiss dieser dann oft nicht, ob es nun wirklich er ist, den ihr meint.

Sucht euch einen Kosenamen, zB Bär, oder Spitz, oder Dicker, oder na du. Das mag unpersönlich klingen, hilft eurem Hund aber zu unterscheiden, ob er nun gemeint ist oder nicht. Wenn eurer Hund später auch auf den Kosenamen reagiert ist das weniger problematisch als wenn er auf seinen richtigen Namen nicht mehr reagiert.

Sortiert eure Signale. Und schmeisst raus, was ihr nicht braucht, übt aber die, die nützlich sind und den Alltag erleichtern. Es hilft eurem Hund wenn ihr vorhersagbar seid. Signale die euch vorhersagbar machen, können eurem Hund helfen.

Wenn ihr keine Ahnung habt, welche Signale: Geht in die Buchhandlung und holt euch ein Wörterbuch einer Sprache die ihr nicht könnt. Geeignet sind Sprachen, die auf den gleichen Buchstaben, oder vergleichbaren Buchstaben aufbauen wie eure Sprache. Wer kein Griechisch kann oder Russisch, wird Mühe haben diese Buchstaben zu lesen. Italienisch, Latein, oder Spanisch könnten gehen. Nehmt ein Wort das euch gefällt, oder schaut nach welches Wort zu eurem Signal passt.

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