Erste Schritte

Der Hund macht was er nicht tun soll, der Garten wird umgegraben, Nachbar's Hund angebellt, das Essen von Tisch geklaut, die Welt steht Kopf?

Ein weiterer Artikel zum Alltagstraining.

Neben Trainingsprojekten und Grundlagen schaffen für gutes Verhalten gilt es, dass die Situation nicht verschlechtert. Darum geht es in diesem Beitrag.

Dafür ist es wichtig, den Hund genau zu beoachten, herauszufinden, wann das Verhalten auftritt und wann nicht, welche Faktoren eine Rolle spielen. Dann teilt man seine Beobachtung auf ...

Management

Das Beste ist es, dass das unerwünschte Verhalten nicht auftritt. Wenn der Hund nicht ins Blumenbeet gelangen kann, kann er dort nicht die Blumen ausgraben. Und wenn der Hund nicht zum Briefträger kommt, kann er diesen auch nicht in die Beine beissen. Wenn die Küchentüre geschlossen ist, kann der Hund nicht rein und Essen holen. Die Situation so einrichten, dass der Hund das Verhalten nicht zeigen und damit nicht weiter einüben kann und damit der Frust und die Wut bei den Menschen nicht zunimmt, dass ist hilfreich und wichtig. Wenn es auch nicht immer leicht ist.

Ignorieren

Wenn es sich ergibt, kann man dem Hund den Verstärker für sein Verhalten entziehen. Wenn der Hund an der Leine zieht, um zu seinem Kumpel zu kommen, kann man stehen bleiben und den Himmel angucken, bis der Hund damit aufhört - dann kann man den Hund verstäkren, indem er zum Kumpel kann. Wenn der Hund um Essen bettelt kann man das ignorieren und nach dem Essen etwas in seine Schüssel legen und geben - so lernt der Hund, dass das Bettelverhalten nicht der direkte Weg zum Essen isst.

Neues Verhalten

Und dann kann man dem Hund ein anderes Verhalten nahe legen, dass ihn zum Ziel bringt. Hier gibt es zwei neue Verhalten: solche, die den gleichen Verstärker nutzen und solche, die einen anderen Verstärker nutzen ...

Ersatzverhalten

Der Hund lernt, dass er mit einem anderen Verhalten das gleiche erreicht. Wenn ein lernt, dass er von sich aus Abstand zu einem anderen Hund, Menschen, Gegenstand aufbauen kann, braucht er nicht zu bellen, oder zu knurren, um das Gegenüber zu mehr Abstand zu zwingen. Wenn ein Hund lernt, in seiner Ecke zu warten bis er was bekommt, braucht er nicht am Tisch betteln. Und wenn er den Besuchern die Hand anstupsen darf, braucht er nicht hochstehen um diese zu begrüssen.

Alternativverhalten

Der Hund kann aber auch lernen, dass er etwas anderes erreicht, wenn er sich ander verhält. So kann Kekse bekommen, wenn er ruhig stehen bleibt auf Abstand, damit ein andere Hund vorbei kann. Oder dass er seinen Dummy bekommt, wenn er vom Fahrradweg runter geht, wenn ein Fahrrad kommt.

Wichtig

Findet eine optimale Kombination aus diesen Möglichkeiten, die für euren Hund und euch gut sind und euch helfen. Überlegt euch, was ihr vom Hund wollt, und ob das realistisch ist, und wie ihr da hin kommt.

Ein Hund hat bestimmte Bedürfnisse, zB nach seinem Menschen, nach Essen, nach Aktivität, nach draussen zu gehen, Häufchen zu machen, zu riechen. Es wichtig, dass man dem Hund möglichtst gerecht wird und ihn nicht überfordert.

Wenn ihr die Umwelt auch an den Hund anpasst und dem Hund helft sich an seine Umwelt anzupassen, habt ihr die grösste Chance, mit eurem Hund geschmeidig durch den Alltag zu kommen. Einem Hund dem Essen wichtig ist beizubringen im Restaurant ruhig zu bleiben, ist eine grosse Aufgabe und es wäre wohl leichter, dem Hund das zu ersparen indem er nicht ins Restaurant muss.

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