2022
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  1. Wed.02.Feb.2022, um 16:15

    Re: Corona und Tiere ... Ich erinnere mich dazu auch eine Reportage über Infektionskrankheiten, in der unter anderem ein südostasiatischer Markt gezeigt wurde, wo Hühner geschlachtet und entfedert und eines nach dem anderen durch die gleiche kleine Schüssel Wasser gezogen wurde. Das half sicherlich der oberflächlichen Reinigung, stellte aber auch sicher, dass jeder Vogelleichnahm mit einem reichen Keimemix überzogen wurde. Es wurde dazu auch kommentiert, dass es bei den dortigen Bedingungen keine Frage des Obs, sondern nur des Wanns ist: Wann wird uns wieder eine richtig schlimme Grippewelle überrennen, wie das zum Beispiel bei der „Spanischen Grippe“ vor gut 100 Jahren war. Wenn Vogelgrippeviren mit ihrer hohen Letalität Erbgut mit anderen Influenzastämmen, die leicht von Mensch zu Mensch springen, austauschen, dann kann das für zig Millionen Menschen böse ausgehen.

    Aber das war nur ein Beispiel. Wenn Menschen mit uns nah verwandte Affen abnagen oder auch nur aus ihrem Lebensraum hohlen, um sich zu belustigen, ist das Risiko nicht gering, dass Krankheiten ĂĽberspringen.

    Oder denke man an die Massentierhaltung bei uns mit massenhaftem Antibiotika-Einsatz und der sich in der Folge entwickelnden Resistenz bei Krankheitserregern. Zwar ist das bei uns schon etwas besser reguliert als in manch anderen Ländern, aber bei Massentierhaltung auf engem Raum wird das Thema nicht verschwinden.

    Da gibt es viel zu verbessern. Auch aus anderen Gründen als Krankheiten wegen. Aber irgendwie reagiert man lieber (und oft zu spät), als bekannte Problemherde vorausschauend ernsthaft anzugehen. Dabei fällt mir auch ein, dass in Brandenburg *nachdem* die Afrikanische Schweinepest sich von Osten ausbreitend auch in unser Land ausgeweitet hatte, ein Zaun entlang der Oder zum Abhalten der Wildschweine aus Polen aufgestellt wurde. Ob so ein Wildzaun überhaupt gerechtfertigt ist, da kann man geteilter Meinung sein. Aber ihn zur Seuchenabwehr nach, und nicht bevor die Krankheit absehbar hier angekommen ist, aufzustellen, ist eine gutes Beispiel dafür, wie wir oft erst reagieren, wenn „das Kind schon in den Brunnen gefallen ist“.

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