Hagebutte, 2019/10/03

Laternenpfahl Apr.-Jun. 2020

El Corona

2020-04-02

El Corona ist in aller Munde. In den Medien werden Infizierte gezählt, Menschen sind besorgt. Doch was hat sich geändert? Dass wir krank werden, war vorher schon bekannt; dass wir endlich sind, war vorher schon bekannt; dass wir täglich mehrfach angegriffen werden von Kleinstlebewesen, Viren und Schicksalschlägen, war vorher schon bekannt. Ein Virus, SARS-CoV-2 ist auf den Menschen übergesprungen, das gab es schon früher immer mal wieder, und verursacht die Krankheit Covid19. Das, und die Berichterstattung darüber sensitiviert uns. Haben wir es vorher aus unseren Gedanken verdrängt und uns risikoreich verhalten (Knutschen an Karneval, Hände selten waschen, naher Kontakt, etc), sind wir uns unser Endlichkeit und Anfälligkeit bewusster. Unsere Kognition, unser Frame hat sich geändert. Die Umwelt ist in etwa gleich geblieben, bis auf fehlendes Klopapier abgesehen. Unsere Einstellung ist verändert, sensitivierter. Was vorher weniger wichtig war, ist es heute. Wer vorher wenig zählte, politisch wie sozial, zählt heute was, gehört zum systemrelevanten Teil unserer Gesellschaft: Regale einräumen, LKW fahren, Nachttöpfe lehren, Menschen pflegen, Diagnosen stellen, Geräte reparieren, etc. Und danach? Wir werden uns an das neue Virus gewöhnen, es wird uns begleiten, wir werden desensitivieren, wir werden an etwas anderem sensitivieren, das Leben wird weitergehen. Was wir mitnehmen können ist Gelassenheit bei gleichzeitiger Handlung. Wir können gelassen bleiben und uns sinnvoll verhalten, zB physischen Abstand einhalten, die Hände waschen, Menschen und ihre Arbeit wertschätzen, dazu lernen und zB Tierhaltungen so verbessern, dass Krankheiten nicht mehr entstehen, Infrastruktur die wichtig ist aufbauen und erhalten. Es hat sich nichts verändert und dennoch ist vieles anders.

An den Hevearm

2020-04-02

Klick dich auf die Route!

Liter A Tour

2020-04-01 (vorgeschoben)

Im Moment lese ich Zazie Todd's Wag Buch über die Wissenschaft wie man Hunde glückich macht.

Ein Kapitel dreht sich um Motivation und Technik. Es werden Studien vorgestellt die untersuchen, ob Hunde eher für Futter, verbales Lob ('Feini!') oder gestreichelt werden arbeiten.

In einer Studie, beschrieben auf Seite 71, sollten Hunde in drei 5 Minuten Sitzung sich alle 5 Sekunden Sitz machen, also sich hinsetzen. Das sind 3 Mal 60 Sitz! Mach Du den Versuch und setze Dich alle 5 Sekunden auf einen Stuhl, stehe wieder auf, und das 5 Minuten lang!

Was mich daran erstaunt, ist die naiv-dümmliche Herangehensweise in der Studie. Wenn Psychologen/Innen herausfinden wollten wie gut die Beziehung zwischen zwei Menschen ist, würden diese dann untersuchen, ob der Eine den Müll rausbringt, das Geschirr wäscht, den Wagen vor fährt und drgl? Ist Befehle-ausführen ein Zeichen einer guten Beziehung?

Ich würde sagen Nein, ist es nicht. Warum also sollten Hunde für die Beziehung, ie Streicheln, Lob, etc, sich drei mal 60 hinsetzen?

Eine andere Studie, ebenfalls in dem Kapitel besprochen, zeigt das auch auf, wenn auch eher ungewollt. Ebenfalls sollten Hunde entweder für Beziehung oder für Futter etwas tun. Die Situationen wurden aber gewechselt: Labor und alltägliche Umgebung. Es zeigte sich, dass in ungewohnter Umgebung Hunde eher für Lob, Streicheln etwas tun. Das zeigt, dass in unsicheren Zeiten Hunde sich zu ihrem Bindungspartner orientieren, was auch die Funktion von Bindung ist: sicherer Hafen zu dem man zurückkehren kann und von dem man aus die Welt erkundet.

Meine Vermutung ist, dass es sich (noch) nicht herumgesprochen hat, dass Beziehung, Bindung und Training verschiedene Dinge sind. Man kann jemanden ausbilden, trainieren ohne dass eine Bindung besteht und man kann eine gute Bindung haben ohne dass man den anderen ausbildet, dressiert!

Sky-Line Allagen Warstein
2020-03-30

Letzten Monat ging es zum Sky-Walk in Allagen Warstein. Aufgrund von Sars-Cov2 war er geschlossen. Ein Paar Fotos gab es dennoch

Im Süden Allagen, im Westen Niederbergeheim

Vom Osten her kommen sind wir den Fussweg ins Tal gelaufen um das Konstrukt von unten zu bestaunen

Der eigentliche Zugang, wenn man kein fliegendes Wesen ist, ist von der Nordseite über den Fussweg. Zu erreichen ist es mit Velo bzw zu Fuss von Niederbergheim-Warstein her gut, etwa 3km ein Weg, mit dem Automobil geht es nach Allagen und von dort 200 Meter zu Fuss

Die Idee war es, ein Video von ein paar Sekunden zu drehen mit einem 180 Grad Blick in Süden nach Arnsberger-Wald und Allagen. Allerdings wurde die Aussichtsplattform gesperrt (ich vermute, mit der Rücksicht der Menschen dass nur eine Person auf einmal darauf geht, wäre die Schliessung vermeidbar gewesen)

Klicke aufs Bild um den Spitz/Sloth Bear auszugrenzen!

Einen kleinen Ausblick gab es dennoch vom Fussweg aus