hoch wuff

by me, taken on August 14, 2018, at 21:55

Laternenpfahl Jan.-Mar. 2019

Ich mach dan mal nix

2019-03-20

Aggressionsverhalten ist kein Verhalten das gezeigt wird, weil man sich aggressiv verhalten will; es wird ausgelöst durch bestimmte Stressoren wie Kälte, Hitze, Schmerzen, Bedrohung, und drgl. Das übliche Narrativ, wenn ein Hund sich aggressiv verhält, ist: man muss dem Hund beibringen sich nicht aggressiv zu verhalten. Das wird oft durch Exposition gegenüber dem Reiz und dem Bestrafen von aggressiven Verhalten erreicht.

Wenn man stattdessen die auslösenden Reize entfernt (Management Massnahmen) und mit dem Hund allgemein über Verstärker arbeitet - zB kleine Tricks -, dann erreicht man, dass das Aggressionsverhalten nicht weiter gelernt werden kann und dass die Biochemie im Gehirn sich so einpendelt dass der Hund wieder ausgeglichen ist und sich wohl fühlt - die Level der Botenstoffe im Gehirn die für negative Emotionen verantwortlich sind gesenkt werden und die Botenstoffe die für Wohlbefinden verantwortlich sind steigen.

Wenn man selber zB den Tag durch nichts gegessen hat und kaum was getrunken und man im Stress nach Unterlagen sucht die man am nächsten Tag braucht und man dann angesprochen wird, kann es passieren dass man diese Person aggressiv anfährt und laut wird. Anstatt Antiaggressionstherapie kann man etwas trinken und essen, sich Ruhe gönnen, den Termin verschieben und nach einer Weile ist man wieder ausgeglichen und nicht mehr aggressiv.

Die Bedingungen schaffen damit erwünschtes Verhalten auftreten kann ist das A und O in der Verhaltensarbeit. Etwas mit Zwang forcieren bringt selten viel Erfolg.

Gute Verhaltensentwicklung

2019-03-20

Weidt und Berlowitz haben lange zurück die Entwicklung von Hunden verhaltensbiologisch erkundet und daraus Konzepte abgeleitet, zB das eigendynamische Lernen. Ich habe, da es im Internet nicht verfügbar ist, es ins Englische übersetzt und eine Graphik in Anlehnung gestaltet, da die Idee dahinter es Wert ist verbreitet zu werden. Die Werke dazu findet ihr hier

2 leave or not 2 leave

2019-03-14

It could be so straightforward: After Britain's government activated article 50 of the Lisbon treaty, there are now three options: Great Britain can accept the Brexit draft designed by both sides over the last two years, leave the EU with no deal at all, or revoke article 50. Those are the possible options, and I don't comprehend what the fuss is all about.

Instead of a second referendum, Theresa May wishes to offer the draft for a third time - some things get a third chance, while other things don't get not even a second chance.

Gene?!

2019-03-04

Ich bin unlängst auf einen Artikel der IAABC gestossen der sich dem Thema Hunderassen annimmt. Einige Erklärungen und meine Meinung habe ich unten hingeschrieben..

Behaviors with the highest degree of “heritability” were trainability, stranger-directed aggression, chasing, and attachment and attention seeking.

Das ist interessant, vorallem weil man dann züchterisch mehr Wert auf Tiere mit weniger Aggressionsverhalten achten kann.

The total variation in that trait is equal to Vg (genetic variation) + Ve (environmental variation). So heritability is calculated as Vg/(Vg+Ve). A heritability of 0.51 means that just over 50% of the total variation in a given behavior can be explained by the fact that some animals (or breeds) are more genetically similar to one another.

Das verdeutlicht, wie viel an Umwelteinflüssen immer noch vorhanden sind und dass es immer die Möglichkeit gibt, durch Umwelteinflüsse auf das Verhalten des Hundes Einfluss zu nehmen.

This is a distinction between heritability and heredity. For example, humans have two legs, which is an entirely hereditary trait, but there is no heritability to speak of because there is no variation to explain.

Die Körpergrösse des Menschen wird etwa mit 70% durch die Gene festgelegt, Umwelteinflüsse wie Ernährung haben also ebenso einen Einfluss darauf - bei Hunden auch die Kastration, da durch diese die Hormone, die die Wachstumsfuge schliessen lassen, verändert werden und der kastrierte Hund dadurch etwas länger wächst, ie grösser wird. Trotzdem ist es Vererbung, das die Körpergrösse festlegt. Merkmale können durch die Umwelt entstehen oder durch Gene - und trotzdem können sich die beiden beeinflussen. Beine wachsen nicht weil es im Frühling mehr Sonne hat, sondern aufgrung von Genen. Dennoch haben Umwelteinflüsse auch Einfluss auf das, was die Genexpression so vorgibt.

Wenn man auf Unterschiede im Verhalten der verschiedenen Rassen schaut, sollte man im Kopf behalten dass etwas vererbt wird und dennoch die Erblichkeit nicht bei 100% liegt.

Most complex quantitative traits (including height and behaviors) are polygenic in nature, with single SNPs having only very small effects on the trait. This is in contrast to Mendelian traits, where having a specific dominant genetic variant determines whether or not you exhibit the trait.

Wer hat nicht Mendel's Bohnen und Pflanzen im Kopf: Eine gelbe Pflanze gepaart mit einer gelben Pflanze ergibt eine gelbe. Allerdings ist es oft komplexer als bunte Blumen zu züchten. So kann ein Merkmal auf einem Chromosom darüber entscheiden, ob ein anderes Merkmal auf einem anderen Chromosom, zB ob sich Melanin in die Haare einlagert, sich ausprägen kann oder nicht - Epistasie. (Buchtipp: Die Genetik der Fellfarben beim Hund, Anna Laukner, Christoph Beitzinger, Petra Kühnlein, Kynos Verlag.) Wenn es um Verhalten geht, sind es oft einzelne Stellen auf der Helix, die nur einen kleinen Effekt haben und andere Nucleotide brauchen um eine stärkere Wirkung zu zeigen.

As you state, heritability estimates can be affected by environmental homogeneity. Despite the very large sample size, it seems that breed stereotypes might result in dogs of the same breed (or breed group) being trained and treated similarly across households and geographical regions.

Die Formel ist Variabilität(gesamt) = Variabilität(genetisch) + Variabilität(umwelt). Wenn nun aber bestimmte Hunderassen häufiger in bestimmte Haushalte gehen, sich also die Umwelt der Hunde einer bestimmten Rasse ähneln, steigt der rechnerische Anteil an der Genetik, da es kaum Umweltunterschiede gibt. Das kann umgekehrt auch passieren, wenn zB nur die Gene innerhalb einer Rasse betrachtet werden.

Rechnet man zB 25% an genetischem Einfluss und hat aber nur 5% Unterschiede in den Lebensbedingungen der Hunde, kommt man auf eine Heritability von 0,833. Leben aber diesselben Hunde in Haushalten die sich mehr voneiander unterscheiden, zB 15% unterschied, geht die Zahl runter auf 0.625.

Other studies were mostly conducted within a single breed, so if there is less genetic variation in those individuals (since breeds are not genetically diverse) then you won’t be able to explain much variation in the behavior by genetics alone. If you think about the heritability equation above: if there isn’t any genetic variation, then all the variation in your trait is environmental.

Wenn es keine genetischen Einflüsse gibt, zB weil die Hunde durch Inzucht miteinander verwandt sind, kommt am Ende der Rechnung fast nur der Umwelteinfluss raus. Man kann also mit der Auswahl der Hunde beeinflussen, wie hoch der Anteil der Erblichkeit liegt.

These similarities are hypothesized to result from convergent evolution, due to similar selective pressures in human evolution and dog domestication.” [...] What are some alternative explanations for the similarities? For example, is it possible that some of the genes shared by dogs and people are more broadly conserved, e.g., mammalian?

Was Foster da anspricht, bezieht sich zwar in seinem Moment auf Mensch-Hund; im Kern spricht es aber auch die Rasseunterschiede an. Die Frage lautet: gibt es allgemein Eigenschaften der Haushunde an sich, die bei allen Haushunden vorhanden sind, die bei bestimmten Rassen hypeprtrophiert, ie übersteigert auftreten; oder haben sich neue Eigescnhaften in einzelnen Hunderassen ausgebildet, die andere Haushunde so nicht haben.

Aus dem, was man so allgemein lesen kann, könnte man den Eindruck bekommen, dass aus dem Wolf unmittelbar die Hunderassen entstanden sind (wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass vor 10 Tausenden von Jahren Menschen wirklich Wolfswelpen grossgezogen haben und diese Wolfe, wenn erwachsen, dann bei den Menschen blieben und sich trainieren liessen. Versucht es selber und zieht einen Wolfswelpen gross). Dann wäre anzunehmen, dass alle Haushunde die Wolfsmerkmale in tragen und sich aber von anderen Haushunderassen unterscheiden.

Im Moment sieht es aber eher so aus, dass aus dem Wolf zunehmends domestizierte Haushunde wurden, Wölfe mit weniger Scheu sich näher am Menschen aufhalten konnten, dadurch das Jahr durch Zugang zu Essensresten hatten und damit deren Welpen eine höhere Überlebensrate. (Das ist in der aktuellen Debatte um Wölfe in Deutschland sehr spannend.)

Relaxed selection wouldn’t necessarily reduce heritability, because heritability is just a measure of how much genetic factors explain phenotypic variation. In cases of extremely strong selection, traits can become fixed, in which case there is no heritability (because there is no variance to explain).

Es ist also nicht zuviel, wen man annimmt, dass Haushunde insgesamt viele Merkmale teilen und bei Hunderassen bestimmte Merkmale gesteigert wurden - und weil die Vertreter einer Rasse vom Rest der Population genetisch getrennt wurde, und weil jedes Individuum nur einen Teil des Genpools in sich trägt, die einzelnen Hunderassen nicht mehr zwingend alle Merkmale der Haushunde haben.

So wurde zB beim Grossen Schweizer Sennenhund sehr viel Inzucht betrieben. An sich gab es diese Schweizer Sennenhunde so nicht - es gab Hunde im Alpsteingebiebt, im Entlebuch, Hunde entlang des Dürbaches, die Dürbächler - und weil vor Hundert Jahren das Reisen lange dauerte, sah man bestenfalls das Nachbarsdorf einmal im Leben. So haben sich regionale Hundetypen ausgebildet, die, weil sie geographisch getrennt waren, alle zueinander ähnlich waren, aber niemals so reingezüchtet wie nach der Gründung der Rassezuchtverbände und die Abtrennung von den Hunden, deren Eltern kein Zertifkat hatten. So entstand ein Flaschenhals: aus wenigen Hunden wurden die vielen Tausenden von heute.

Unter solchen Umständen ist es denkbar, dass sich, trotz dass nicht mehr auf das Merkmal gezüchtet wird, bestimmte Verhaltensweisen in in Rassehunden erhalten, dh weiterhin häufiger vorkommen könnten, auch wenn darauf nicht mehr gezüchtet wird.

Strafe?!

2019-03-04

Keine Strafe zu verwenden setzt sich langsam durch - auch wenn man noch oft es zu sehen bekommt, auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Auch ich bin dafür, auf Strafe möglichst zu verzichten - Gründe ergeben sich aus den Nebenwirkungen von Strafe insbesondere aufs Wellfare des Tieres. Dennoch kann man sich Strafe nicht aussuchen, genausowenig Verstärker.

Verstärker und Strafe sind Begriffe aus der Lerntheorie die beschreiben und erklären, wann ein Verhalten öfters und stärker gezeigt wird, oder aber schwächer und weniger. Es beruht auf Beobachtung und Experimenten. Damit sind diese Lerngesetze auf dem gleichen Boden wie die physikalischen Gesetze der Thermodynmaik oder der Mechanik. Man kann sie sich nicht wegmachen, sie sind immer da: Du fasst den heissen Ofen und lässt es dann bleiben; der Hund will einen Igel hochheben, es piekst, der Hund lässt es bleiben.

Was man aber sehr wohl kann, ist, in einem Projekt zur Verhlatensänderung den Schwerpunkt auf die schonendsten Methoden zu legen und erst dann auf die weniger schonenden Methoden zugreifen wenn es nicht mehr vermeidbar ist. Die IAABC hat dazu auf ihrer Webseite veröffentlicht:

On Behaviour

2019-02-14

Ein >System< ist nach der etwas aphoristischen Definition von Paul Weiss >everything that is unitary enough to deserve a name< (alles, was einheitlich genug ist, um einen Namen verdienen). Nur muss man sich dabei hüten, nach dem bösen Vorbild mittelalterlicher Pseudwissenschaft das teleonome Ziel für die Ursache zu halten und von Fluchttrieb, Fortpflanzungstrieb oder gar von Selbsterhaltungstrieb zu sprechen. [...] Wenn wir komplexe tierische Verhaltensweisen vor uns haben, die eine gemeinsame arterhaltende Funktion erfüllen, sind wir zwar berechtigt, sie nach dieser Funktion zu bennen, von einem Fortpflanzungsinstinkt (engl. reproductive instinct) oder von einem Aggressionsinstinkt zu sprechen, wie Tinbergen und ich es beide getan haben, nur müssen wir uns dabei bewusst bleiben, dass die Verhaltensweisen, die wir so in einer begrifflichen Einheit zusammenfassen, nur ein sehr lose gebundenes System bilden und dass die Tatsache ihres teleonomen Zusammenwirkens, weit davon eine Erklärung zu bilden, nur das Vorhandensein eines Problems für unsere kausalen physiologischen Erklärungsversuche darstellt.
Konrad Lorenz, Vergleichende Verhaltensforschung, DTV 1982, Seite 234.

Als einen Instinkt oder einen Trieb bezeichnen wir ein im ganzen spontan aktives System von Verhaltensweisen, das funktionell genügend einheitlich ist, um einen Namen zu verdienen. Die Bennenung eines solchen Systems nach einer Funktion darf nicht dahin missverstanden werden, dass wir an einen aussernatürlichen teleologischen Faktor galuben, noch weniger aber dahin, dass ein eindeutiger, >monokausaler< Antrieb physiologischer Natur vorhanden ist, der das ganze System in Gang bringt.
Konrad Lorenz, Vergleichende Verhaltensforschung, DTV 1982, Seite 244.

Oft wurde und wird im Umgang mit Hunden genau das getan, was Konrad Lorenz, dem die Instinktlehre gerne zugeschoben wird, ausdrücklich schreibt nicht zu tun. Es wird von Dominanztrieb gesprochen, der Hund hätte diesen Trieb oder Instinkt und will dominieren, oder der Hund hat einen Aggressionstrieb, sein Instinkt sagt ihm aggressiv zu sein.

Doch wie Konrad Lorenz schon wusste und schrieb, nur damals das Wissen über die Neurobiologie noch nicht so weit war um Verhalten auf dieser Ebene besser zu beschreiben (ein Problem dem Sigmund Freud ebenfalls begegnete), hat jeder Instinkt, jeder Trieb viele Ursachen und diese Ursachen wirken oft zusammen, können sich aneinander verstärken, abschächen, oder gar hemmen. Wir können zwar Verhaltensweisen/Instinkte/Triebe zu Gruppen zuammenfassen die einem gleichen Ziel dienen - zB Beutefangverhalten -, damit wissen wir aber noch lange nicht, was diese einzelnen Verhaltensweisen antreibt, auslöst, abschwächt, hemmt.

Happy Pet

2019-02-06

Hey Du!, ja, Dich meine ich. Lust auf ein Experiment? Los geht's. Nimm, wenn du dein Haustier fütterst, von nun an zwei Schalen. In die eine Schale tust du das Essen deines Haustieres, in die andere tust du nichts. Die Futterschale kommt an die Futterstelle, in einem kleinen Abstand daneben - so dass das Haustier sich dorthin bewegen muss - kommt die leere Schaale. Bei jeder Fütterung werden die gleichen Plätze genommen! Das machst du nun für einige Tage so. Dann kommt das Experiment: du legst eine leere Schale auf halbem Wege zwischen den Plätzen, wo du die Tage vorher die Futter- bzw leere SChüssel abgelegt hast. Und dann beobachtest du dein Haustier. Wenn es optimistisch ist, dass da etwas sein könnte, dann wird es schnell und ohne Zögern dahin laufen.

.. und nun zu einem Artikel von Zazzie Todd über optimistische Hunde. Es gab da einen Versuch, so wie ich ihn oben beschrieben habe. Da wurde aber noch etwas hinzugefügt. Dieser Test von oben wurde am Anfang gemacht und dann wurden die Hunde auf zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe lernte Bei-Fuss gehen, die andere Gruppe lernte Nasenarbeit. Das Ergebnis war, dass die Gruppe mit der Nasenarbeit in diesem TEst nachher optimistischer war als vorher, während sich bei der Bei-Fuss Gruppe sich nichts tat.

Nun könnte man argumentieren, dass die Nasenarbeit-Gruppe auf Futtersuche trainiert war - doch denkt daran, dass in dem Test eine leere Schaale verwendet wurde, also das Riechen kein Faktor ist. Man könnte auch argumentieren, dass die Hunde in der Nasenarbeit beim Auffinden auf einmal viele Leckerchen bekamen - aber auch hier gibt es andere Untersuchungen wo mehr Leckerchen gegeben wurden und das keinen Unterschied machte.

This research shows it is important to give our pet dogs choices, opportunities to make their own decisions, and chances to use their nose. Doing so is good for their welfare, which is likely why the nosework training led to better results than heelwork.

Diese Forschung zeigt dass es wichtig ist unseren Haushunden Wahlmöglichkeiten, Möglichkeiten für eigene Entscheidungen und Gelegenheiten zu geben ihre Nase zu benutzen. Das zu tun ist gut für ihr Wohlbefinden, was wahrscheinlich der Grund ist wieso Nasenarbeit zu besseren Ergebnissen führte als Bei-Fuss Training.

Zazzie Todd

Es läuft also wirklich darauf hinaus, dass die Hunde in der Nasenarbeit-Gruppe selbstständig das Problem, die Box zu finden, lösen müssen und dabei aktiv, von sich aus Verhalten anbieten müssen und damit Erfolg haben; während die Bei-Fuss Gruppe schlicht das macht, was Mensch ihnen vorgibt.

Dieses Phänomen von Hunden, die zwar gut gehorchen aber von sich aus kaum aktiv sind und warten auf ein Signal, treffe ich tatäglich. Jedes Mal ist es so, dass ich feststelle, dass diese Hunde wenig stressresistent sind gegenüber Umweltrezen und eher problematisches Verhalten wie Dauerbellen, oder Knurren zeigen. Diese Hunde haben nicht gelernt, selbstständig Probleme zu lösen. Diese Hunde haben keine Copy-Strategien.

Was kannst Du tun? Unter lequotichien findest du Tipps für die Nasenarbeit und das Alltagstraining

SMIC

2019-02-02

SPD Minister Heil hat eine Heil-bringende Botschat: er will eine Mindestrente die zum Leben reicht. Klar, ob man über das Sozialamt das Geld zum Leben gibt, oder ob es direkt als Rente ausbezahlt wid, das Geld bleibt gleich - psychologisch mag es angenehmer sein.

Kommen wird es dennoch nicht. Zum einen wäre es ein Armutszeugnis an die Wirtschaft und deren MangerInnen, dass diese es nicht schaffen sozial zu sein und ihre Mitarbeitenden mit dem Lohn ihre Leben nicht finanzieren können; zum Anderen weil es eine Kampfansage an das kapitalistische Sytem ist, in dem wir leben.

Man kann keine Hosen für €3 herstellen ohne Umwelt und Arbeitende auszubeuten, man kann nicht Smartfone für €50 herstellen und €300 verkaufen ohne Menschen über den Tisch zu ziehen und die Umwelt zu zerstören. Wir leben in einer endlichen Welt, wo Ressourcen wie Zeit, Rohstoffe und drgl ein Ende haben; bewirtschaftet wird diese Welt von MangerInnen die eine unendliche Welt denken in der alles unendlich wächst, vorallem der Gewinn

Die korrekte Antwort auf eine Mindestrente wäre auch ein Mindestlohn von €15 pro Stunde, damit man auch genügend Geld zum Leben hat und für die Rente zum einzahlen. Das würde bedeuten, dass die Unternehmen nicht mehr die grossen Gewinne einfahren könnten, sondern das Geld investieren müssten in das Unternehmen, die Mitarbeitenden, die Rohstoffe, etc. Das wäre ein Gesichtsverlust für die TheoretikerInnen in den Teppichetagen.

Dass hier auch eine Gesellschaft aufs Spiel gesetzt wird zeigt sich an RWE Stromriese und dem Strom aus Kohleverbrennung. Es wäre dem Unternehmen möglich gewesen, vor Jahren schon in die Zukunf zu blicken und die Milliardengewinne nicht an die Aktionäre zu geben, sondern dieses Geld in die Ausbildung der Angestellten zu investieren, damit diese im Bereich der neuen Energiequellen beschäftigt werden könnten, und in Renten für die Angestellten, die berufsbedingt am Ende sind und früher in die Rente gehen wollen.

Da aber das Management die Gelder nimmt und abhaut damit, bleibt der Staat am Ende auf den Kosten sitzen, muss diese Kosten von denen reinholen, die von den Unternehmen schon geschröpft wurden. So wird die breite Masse an Menschen doppelt und dreifach verarscht, verliert die Hoffnung auf eine gute Zukunft, während die, die das Geld haben, sich einen faulen Lenz machen. Das ist staatsgefährdend.

Wer jetzt denkt, er wäre aus dem Schneider, möge nochmals oben nachlesen: "Man kann keine Hosen für €3 herstellen ohne Umwelt und Arbeitende auszubeuten." Jeder hat mit seinem Kaufverhalten die Möglichkeit, bestimmte Firmen zu fördern, oder auch nicht. Jeder kann seinen kleinen Beitrag dazu leisten, dass die Welt etwas besser wird und gute Firmen gefördert werden. Der Dorfladen ums Eck; die Biomilch die dem Landwirtenden mehr Geld gibt; das Smartfone einige Jahre behalten und nicht jedes zweite Jahr neu kaufen; die Hose reparieren statt gleich wegzuwerfen; Kleider mal gebraucht kaufen; Fair-trade Produkte kaufen. Jeder kann sich ein, zwei Dinge suchen, wo er was verbessern kann. Dazu kommt, dass die Politkenden von den Wählenden gewählt wurden - man hätte einfach mal anders wählen können, mal mehr links, mal mehr grün, wäre möglich gewesen. Stattdessen wurde Altherrenpolitik gewählt die nur darauf wartet komplett am Ende zu sein, oder direkt der Menschenhass der AfD und NPD.

Zur Wahrheit gehört eben auch, dass viele von uns von diesem System der Ausbeutung, von dem wir selber ausgebeutet werden, selber profitieren und dieses System unterstützen, obwohl es längst Zeit ist, es zu verändern. Das ist unbequem.

Le parlement

2019-01-31

In Brandenburg gab es unlängst einen geistigen Samenerguss: Es müssen neuerdings genauso viele oder wenige Weiblein gestellt werden wie Männer. Die Idee dahinter ist ja ganz nett und bestimmt gut gemeint: Jeder soll die Chance haben gewählt zu werden und jeder soll im Parlament sich vertreten fühlen. Das Ding ist nur, dass es nicht nur den Dualismus Mann-Frau gibt sondern auch das dritte Geschlecht und andere Gruppen wie Homosexuelle, Handwerkende, Reinigungskräfte, etc. Die Frauen alleine heraus zu picken und zu hoffen es würden mehr Frauen in die Politik kommen scheint mir eher eine Alibi-Übung zu sein die schwerwiegendere Probleme verdecken. So hat der WDR unlängst zu Tage gefördert, dass die Kandidaten ihren Wahlkampf grossteils selber finanzieren müssen. Dass Zehntausende an Euros die man selber bezahlen muss im Wahlkampf viel mehr eine Verzerrung darstellen als ob da ein Schniedel oder eine Mumu unter der Kleidung sitzt, kann man sich selber denken. Endergebnis ist, dass Akademiker im Bundestag überrepräsentiert sind während andere Gruppen nicht oder kaum abgebildet werden.

...

Bemerkenswert finde ich diesen Satz des Max-Planck Institutes: "Wenn jedoch die deskriptive Unterrepräsentation von Frauen oder ethnischen Minderheiten einen Mangel darstellt, sollte dies auch für andere Gruppen gelten. "

Im Scheinwerferlicht

2019-01-30

Das Axolotl, ein Salamander - gehört also zu den Amphibien - bringt die Eigenschaften nahezu aller Salamander mit sich, nahezu alle Körperteile nachwachsen zu lassen die man ihm absägt - wobei das keine Einladung sein soll das zu tun. Dazu kommen seine 32 Millionen Basenpaare die, veglichen mit den 3 Millionen in Menschen - so ziemlich umfangreich sind. Der gegenwärtige Stand ist, dass Stammzellen und die Fähigkeit ausgebildete Zellen zurück zu signalisieren in Stammzellen dafür verantwortlich sind, dass neue Zellen gebaut und das Körperteil ersetzt werden. Vlt gibt es in Zukunft einen Verband mit Botenstoffen oder Signalträgern die das ebenfalls können, denn man geht davon aus, dass es über die Genregulation geht und die grundsätzliche Fähigkeit auch im Menschen vorliegt.

Hier geht es zum Artiel von Smithonian - einem US Amerikansichen Forschungsriesen der ebenfalls unter dem Shutdown der Regierung zu leiden hatte.

La Photo

À la veille de la lune de sang, le 20 janvier

Verkohlt

2019-01-26

*We've made it* Bis 2038 soll die Energiegewinnung mit Kohle auf null gehen - dann bin ich über 50 Jahre jung. Die Kosten für Ausgleichszahlungen sollen die Steuerzahlenden berappen - das Management und die Aktionäre sind mit dem Geld schon längstens weg und werden weiterhin Geld abschöpfen, was bei längst abbezahlten, alten Bruchbuden etwas mehr Gewinn abwerfen wird. 19 Jahre sind eine lange Zeit und ein Gesetz ist dieser Kompromiss nicht - noch genügend Möglichkeiten für die Kohlelobby, da was zu drehen, sind ja noch etwa vier Bundestagswahlen dazwischen. Bis dahin wird der heisse Sommer unsere Wälder verkohlt haben und wegschmeissen wäre ja schade, also dann doch wieder Kohle verheizen, wenn es schon mal da ist.

Challenge

2019-01-22

Hier eine kleine Aufgabe: Such dir ein unaufgeräumtes Zimmer aus (etwa 15 Quadratmeter) und räume es auf plus putzen. Fenster, Türrahmen, Möbel, Staubsaugen, Ablagen, in den Ecken. Komplett sauber machen. In 15 Minuten! Was denkst du, sollte man dir dafür geben an Lohn? €15, €20? Nach dem Mindestlohn von €9,19 stünden dir €2,30 zugute. Was bist Du bereit für €2,30 in einer Viertelstunde zu erledigen?

On Brexit

2019-01-21

Für Grossbritannien kann es strategisch sinnvoll sein, in diesem Chaos und Durcheinander den Artikel 50 des Lisbon Treaty zurückzunehmen. Einmal aus der EU raus müssen alle EU Mitgliedsstaaten darüber abstimmen, ob Grossbritannien wieder in die EU darf - und zu welchen Bedingungen. Wenn Grossbritannien aber den Antrauf auf Austritt zurück nimmt, geht es ohne Zustimmung der Mitgliedssaaten. Allerdings hat Grossbritannien dann die Möglichkeit, ohne Zeitdruck einen Austritt in Ruhe zu planen und, wenn ein Plan steht, in zwei Jahren aus der EU raus. Von daher verliert Grossbritannien weniger wenn es in der EU bleibt und weiter plant.

Hatte er also doch recht

2019-01-18

Freud hatte in manchen doch recht. So beschreibt er, dass an erogenen Zonen des Körpers Lust erzeugt wird und nach der Triebbefriedigung etwas hängen bleibt, eine Beziehung. Heute ist klar, dass Reize im Gehirn verarbeitet werden und als angenehm und unangenehm beurteilt werden - das, was Freud als Lust und Unlust bezeichnete. Es ist auch klar, dass unsere Körperhülle mit unserem Gehirn verbunden ist und Informationen dorthin liefert. Ebenfalls klar ist, dass Beziehung unter Anderem dadurch gekennzeichnet ist, bestimmte Bedürfnisse zu befriedigen, zB nach sozialem Austausch, oder nach Geborgenheit (auf die Bedürfnisse des Anderen einzugehen ist ein Merkmal von Beziehung). Nicht umsonst haben Möbelhäuser oft auch eine Gastronomie mit Toiletten: wer seine Kunden behalten will sollte seine körperlichen Bedürfnisse nach Essen, Trinken und aufs Klo gehen möglichst befriedigen, dann kann Kunde sich wieder auf andere Bedürfnisse wie die der Selbstverwirklichung fokusieren. Wer kacken muss kann sich nicht auf Deko und Innenausstattung konzentrieren. Gute Kundenbeziehung bedeutet Kunden-Bedürfnisse zu befriedigen. Dazu gehört auch, dass ein Produkt sich gut anfühlt, also die erogenen Zonen stimuliert: Wenn die Lampe nicht gut aussieht und sich schlecht anfühlt, wird man sie kaum kaufen.

Allerdings erzeugte Freud auch Aufschrei, und schafft das auch heute noch. Einer Mutter zu unterstellen, ihre Brüste wären erogen geladen und wenn das Kind diese leeren würde, erzeugt das ein angenehmes Gefühl, Lust, in der Mutter, oder dass es angenehm ist einen vollen Enddarm zu entleeren und das Lust erzeugt - das hat auch heute noch das Potential für Aufschrei.

Das dahinterliegende Prinzip indes ist, nüchtern betrachtet, nicht wirklich erstaunlich: Informationen aus der Umwelt und dem Körper werden im Gehirn als angenehm oder unangenehm bewertet. Unangenehmes wird möglichst abgehalten, angenehmes gesucht. Das lässt sich auch lerntheoretisch zum Ausdruck bringen: Lust ist ein Verstärker, Unlust ein Bestrafer. Wenn aufs Klo gehen keine Erleichterung bringt, geht man auch nicht aufs Klo. Ohne Verstärker - also die Lust, das angenehme Gefühl - geht da wenig.

Allerdings lässt sich Unlust nicht immer vermeiden. So kann eine Spritze pieksen, aber auch dafür sorgen, dass man nach der Impfung nicht tagelang krank wird, und ein wenig Hunger über den Tag macht das grosse Abendessen später am Tag noch lustvoller. Sigmund Freud hat das den Wechsel vom Lustprinzip zum Realitätsprinzip genannt. Lust wird aufgeschoben, Unlust in Kauf genommen, um später eine Lust, etwas angenehmes zu erhalten. So kann der Hund lernen, wenn er seinen Spielpartner nicht direkt anhüpft sondern langsamer ist, dass es dann Spiel gibt - abwarten lohnt sich. Das nennt sich auch Impulskontrolle - die vom vorderen Teil des Gehirnes gesteuert wird, der Teil des Gehirnes der in der Jugendzeit umgebaut und neu strukturiert wird, weshalb Jungtiere so ungestüm und rüpelhaft sein können.

Wenn das der alte Freud wüsste ..

Mehr ausgeben trotz sparen

2019-01-17

Trotz vermehrtem Wassersparen ist die Wasserrechnung gestiegen, dabei macht das Wasser 8% der Rechnung aus - der Rest ist Grundgebühr. Wenn sich sparen nicht lohnt.

On UK

2019-01-15

Heute hat das britische Unterhaus den Deal, den Theresa May mit EU Vertretern über zwei Jahre lang ausgearbeitet hat, an die Wand gefahren. Das grösste Problem für Grossbritannien wird sein, ohne Idee und Richtung in die Zukunft zu fahren. Hätten die Volksvertreter im Unterhaus und die Politiker der Exekute wenigstens eine Idee dafür was sie wollen, wo es hingeht, dann könnte man darauf zu arbeiten. Doch sie sind darin verein, was sie nicht wollen. Das ist eine alte Strategie, die durchaus Sinn macht wenn man möglichst einfach viele Menschen hinter sich versammeln will: man sucht sich ein Symbolobjekt dem man die Schuld gibt und mit dessen Eliminierung alle Probleme gelöst werden. "Merkel muss weg" gehört in diesselbe Kategorie.

Am Lesen

2019-01-14

Seit Wochen und Monaten lese ich am Buch The Science of Consequences - How They Affect Our Genes, Change The Brain, And Impact Our World von Susan Schneider - hier geht es zur Webseite

In drei Teilen und 16 Kapiteln geht sie auf das ein, was Verhalten formt, verstärkt und macht, dass wir uns überhaupt verhalten: die Konsequenzen des Verhaltens - auch Verstärker genannt. Sie behandelt die Frage, wie das Natur-Umwelt Problem funktioniert, geht auf die Wissenschaft der Konsequenzen ein, und beendet das Buch mit einer Reise in das Shaping.

Dabei kommt sie auch auf überraschende Erkenntisse, zB wieso man Schmerz in Kauf nimmt obwohl es unangehm ist. Obwohl das Buch nicht den Anschein einer Ratgeberliteratur macht, komme ich immer wieder auf Aha-Erlebnisse, verstehe Dinge besser, sehe neue Möglichkeiten, bekomme Antworten auf Phänomene die ich vorher schon kannte, oder bekomme bestätigt, was ich vorher schon wusste. Das Buch ist auf 260 Seiten so voll gepackt, liefert sogar ein Wörterbuch am Ende mit, dass ich es bis heute nicht komplett durchgelesen habe, sondern Kapitel für Kapitel durchlese, quer durchs Buch. Da die Wissenschaft der Konsequenzen sich auf alle Lebwesen bezieht die zum Lernen befähigt sind, und das sind doch nahezu alle, ist dieses Buch nicht nur eine Vergleichsskala zwischen Mensch und anderen Tieren, sondern auch interessant wenn es um menschliches Verhalten geht - und tatsächlich bringt sie immer wieder Beispiele von Menschen und anderen Tieren, zB dass die Möglichkeit etwas beobachten zu können ein Versträker für Affen ist und für Menschen ebenso - wesewegen sich die beiden im Tiergarten so gerne ansehen.

Eines der besseren, vlt sogar besten Bücher der letzten Jahre. In seiner Art vergleichbar mit Karen Pryor's Don't Shoot The Dog (hier geht es auf die Webseite), nur dass Schneider deutlich mehr in die Tiefe geht.

Obergrenzecsu2019

La partie CSU demande

2019-01-11

Nach den vielen, illegal eingewanderten Schneeflocken, die keinem Land zugeordnet werden können, fordert die CSU eine Obergrenze für Schnee und eine rasche Rückführung aller Schneeflocken deren Antrag auf Niederlassung abgewiesen wurde. Die Bundeswehr sei schon zusammen mit dem THW im Einsatz. Aus unzuverlässigen Kreisen heisst es, man wäre bereit den Schnee zuerschiessen bei Widerstand, oder mit dem Föhn dem Schnee zu Leibe zu rücken. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich noch nicht geäussert, man hört aber aus unzuverlässigen Kreisen dass sie schon die Raute macht. Hoffen wir dass Dr Sommer in der Zeitschrift Bravo eine Lösung findet - oder wenigstens unterhaltsame Pimmel und Vaginen Fotos für alle eingeschneiten denen langweilig ist.

On UK Leave

2019-01-07

Am 29 März 2019 um 23 Uhr wird es soweit sein: Grossbritannien (bestehend aus England, Schottland, Wales und Nordirland) werden aus der EU austreten - so sieht es die 2 Jahresfrist des Lisabon Abkommens vor, so steht es in Grossbritannien im Gesetz.

Immer wieder ist zu hören, dass 51% die EU verlassen wollten - doch stimmt das?

In Grossbritannien leben etwa 66 Millionen Menschen, 30 Millionen davon durften wählen oder sind an die Urnen gegangen, die Wahlbeteiligung lag bei 71,8%, davon waren 51,9% für den Austritt aus der EU und 48.1% waren dagegen.

Das macht 45,45% der britischen Bevölkerung die an der Wahl teilgenommen haben. Davon haben 23,59% für den Austritt gestimmt und 21,86% waren gegen den Austritt. 50 Millionen 430 Tausend und 600 Hundert Menschen (76,41%) konnten sich nicht äussern oder haben sich dagegen geäussert und 15 Millionen 569 Tausend und 400 Hundert Menschen (23,59%) waren für den Austritt aus der EU.

Betrachtet man die gesamte britische Bevölkerung kommt man auf keine Mehrheit die für den Austritt aus der EU war.

Mehr Infos auf BBC hier

Let's talk about: Verstärker

2019-01-06

Jedes Verhalten hat ein Verstärker . Oft denkt man, dass der Verstärker selbst das ist, was verstärkt. Doch das ist nicht so. Das, was verstärkend wirkt, ist das Verhalten das gezeigt wird am oder mit dem Verstärker. Wenn ein Hund ein Keks bekommt für's Hinsetzen, dann ist das Kauen, Bewachen, Wegtragen das, was den Hund verstärkt für das Hinsetzen.

Verstärker selbst sind Verhaltensweisen die auf andere Verhaltensweisen folgen. Es ist die Reihenfolge von Verhalten, die bestimmten, ob verstärkt wird, oder nicht. Das bedeutet für die Arbeit am Verhalten, dass wir auf die Verhaltensverteilung, Behavioral Bliss Point achten müssen, denn jedes Individuum hat eine bestimmte Verhaltensverteilung.

Ihr habt es vielleicht aus der Verhaltensbiologie schon mal gehört: Tiere, und damit auch Menschen, zeigen Verhaltensweisen, die aus kleineren Verhaltensweisen bestehen: Der Löwe schleicht sich an die Beute an, legt sich hin, rennt zur Beute hin, jagt diese, hat Mittagessen; der Hund geht auf eine Anhöhe, scharrt die Decke zurecht, legt sich hin, schliesst die Augen, döst. Eine Abfolge von Verhaltensweisen. Während die Verhaltensbiologie die Grundarchitektur von Verhalten darstellt, erklärt die Lerntheorie wie das ganze angetrieben und am Laufen gehalten wird - und zwar, dass jedes vorangegangene Verhalten durch das darauf folgende Verstärkt wird.

Das hat nun Bedeutung im Training. Wenn ein Hund nicht besonders gefrässig ist - und das gibt es - dann wird dieser Hund nicht auf das Level eines Hundes kommen der gefrässig ist. Wenn wir im Training nun die Leckerchen-Gabe so anordnen, dass dieser nicht-gefrässige Hund gleich viel essen müsste wie ein gefrässiger Hund, wird das Leckerchen als Verstärker abgeschwächt und hat kaum verstärkende Kraft. Wenn ein Hund, der gerne bewacht, als Verstärker etwas bewachen darf, zB auf der Hundehütte liegen, und der Verstärkerplan so angelegt ist, dass er am Ende deutlich weniger bewachen darf, als vorher, dann wird der Verstärker seine Kraft verlieren.

Das führt zu einem anderen Punkt: die Kraft eines Verstärker ist abhängig von Faktoren: den Antezedentien, also dem, was vor dem Verhalten passiert. Das sind Lernerfahrungen, die Biologie und Psychologie des Individuums, der aktuelle körperliche und psychische Zustand, etc.

Ein hungriger Hund wird eher für ein Leckerchen arbeiten, ein müder Hund wird für die Hundedecke eher ein Verhalten anbieten, und ein Hund der den Menschen als Spassfaktor gelernt hat, wird eher einen Hasen links liegen lassen und auf Zuruf kommen; dennoch: Ein Hund wird nie fliegen lernen wie ein Vogel, egal wie viele Verstärker er bekommt.

Deswegen ist es wichtig, die Psychologie und Biologie in der Arbeit mit zu berücksichtigen!

La Photo

2019-01-06

This dog has never been seen again thereafter

Watch out for Liebhaberei

2019-01-02

Das deutsche Finanzamt kennt einen Kniff der Liebhaberei genannt wird. Das Finanzamt kann davon ausgehen, dass ein Unternehmen keine Absicht hat, Gewinne zu erzielen, dann spricht es von Liebhaberei. Für das Unternehmen bedeutet es, dass es von der Steuer kaum oder gar nichts mehr abziehen kann, auch wenn diese Kosten real entstanden ist. An sich ist es eine Frechheit, da es das Finanzamt nichts anzugehen hat, ob ich Gewinne erzielen will, oder nicht. Es wäre geboten, wenn das Finanzamt auf diesen Kniff nicht verzichten will, das Unternehmen dann zumindest komplett von der Steuer auszunehmen, da es ja nur ein Hobby ist - allerdings passiert das nicht und die Unternehmen kommen teilweise in echte Schieflage. Mit diesem Kniff des Finanzamtes werden Unternehmen in den Raubtierkapitalismus hinein gezwungen: sie müssen aggressiv-egoistische Betriebswirtschaft führen, um nicht vom Finanzamt kaputt gemacht zu werden. Damit wird eine soziale Wirtschaft von vorneherein bekämpft.

Better Treatment to Pets

2019-01-01

Why the mess and make animals ill artificially when there are already ill pets that need access to veterinary care and treatment? This is an actual approach in today's veterinary medicine: pets are taken for new treatments that need some testing before they're applied to humen. That way pets get access to better treatment while reducing unnecessary animal testing on lab animals. It's better for humen as well since our pets live with us, get similar treatments, breath the same air, eat on the same table, live under the same conditions, so data gained from pets are often more reliable than those from lab animals. Basically this not new: veterinary medicinice has always been the little sister of human medicine. So why not work together better?

Before a new calendar needs to be bought

2018-12-31

No, I am not writting this from the future, rather I decided to switch the year before midnight as I do not want to turn on my computer at that time. These are the last hours of 2018, and who knows what the next year will hold for us. Enjoy yourself and your beloved ones, keep your pets safe, and slide well into 2019. If you plan on setting off fireworks, remember the neighbours that have pets and go to a place where no pets are in the proximity.

La Photo

2018/11/03